Docks en Seine - das neue Zentrum für Mode und Design
14.02.12
Die « Cité de la mode et du design » ist ein ehemaliger Zoll- und Lagerkomplex der Pariser Hafenbehörde. Das 15 000 m2 grosse Gebäude beherbergte seit 2008 nur das IFM („Institut français de la mode“).

Die Geschäftsleitung investierte 40 Millionen Euro, um Leben in die alten Docks zu bringen, aber das Projekt war zum Scheitern verurteilt.
Kein Unternehmen wollte mehr als 1000 € Miete bezahlen, in einem unbekannten Ort, ohne Parkmöglichkeit und direkte Metroverbindung.
Ein neues Team übernahm 2011 die Nachfolge und überdachte von Grund auf das Konzept. Sie peppten den riesigen Komplex durch eine verglaste Plug-over-Konstruktion aus Stahl zu einem grünen, schlangenförmigen kulturellen Zentrum der Kreation im Bereich der Mode und des Designs auf, das diesen Frühling eröffnet werden soll.
Damit hier nicht nur tagsüber, sondern auch nachts etwas los ist, wurden zwei Profis des Pariser Nachtlebens und besonders der Underground-Szene beauftragt, auf einem Ende der Terrasse einen 400 m2 grossen Club einzurichten, und am anderen Ende ein 800 m2 grosses Restaurant, das zum Moonroof gehört.
Im ersten Stock dienen 4000 m2 als Event-Bereich für Mode- und Design-Veranstaltungen, z.B. Modedefilees. Eine weitere Fläche steht Boutiquen zum Verkauf von Designprodukten zur Verfügung, wie man sie im Museum of Modern Art in New York sehen kann. 1000 m2 Verkaufsfläche sind jungen Modeschöpfern gewidmet, die während 3 bis 6 Monaten ihre Kreationen ausstellen und verkaufen können.
Im Ganzen stehen den Besuchern 3 Restaurants zur Verfügung, sowie ein Nightclub, der zum Social Club gehört, einem trendigen Club in der Rue Montmartre.
Mode ist zweifellos ein gesellschaftliches Bedürfnis. Sie ermöglicht uns, uns von anderen Menschen zu unterscheiden oder abzuheben, sie erlaubt uns, uns ein neues Gesicht zu geben, uns zu verhüllen oder nur bestimmte Teile unserer Person zu zeigen. Mode ist von grosser Bedeutung und verdient unser Interesse.
Werden die Docks an der Seine schlussendlich einen neuen Aufschwung erleben, von sich reden machen, auch auf internationaler Ebene, und „in Mode“ kommen? Werden die Clubber und Freaks des Pariser Nachtlebens wohl ihre gewohnten HDs vernachlässigen und aus dem „grünen Ding“ (Nicolas Sarkozy) einen „place to be“ machen? Warum nicht...
François